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Methodik

Methodik: So entstehen die Daten auf maunawai.info

Entwurf für die öffentliche Methodik-Seite · Stand: 8. Juli 2026


maunawai.info zeigt Ihnen, welche Qualität das Trinkwasser Ihres Versorgers hat: mit echten Analysewerten, Grenzwert-Einordnung und einem Link auf das Originaldokument. Auf dieser Seite erklären wir vollständig, woher diese Daten kommen, wie wir sie erfassen und wo die Grenzen liegen.

Woher die Daten kommen

Jeder Wasserversorger in Deutschland ist gesetzlich verpflichtet, aktuelle Analyseergebnisse seines Trinkwassers im Internet zu veröffentlichen (§ 46 Trinkwasserverordnung 2023). Diese Pflichtveröffentlichungen, meist PDF-Analyseberichte oder Tabellen auf der Versorger-Website, sind unsere primäre Datenquelle. Dazu kommen offene Datensätze der Bundesländer, etwa die Versorgungsgebiets-Geometrien des LANUV NRW (Datenlizenz Deutschland Zero) und, sofern lizenziert, Landes-Informationssysteme wie TWIST in Rheinland-Pfalz.

Das Problem, das wir lösen: Diese Daten liegen verstreut auf tausenden Websites, in unterschiedlichsten Formaten, ohne einheitliche Struktur. Wir führen sie zusammen und machen sie durchsuchbar, pro Postleitzahl und pro Versorgungszone.

Jeder Wert auf maunawai.info trägt einen Link auf das Originaldokument des Versorgers und das Datum, an dem wir es abgerufen haben. Sie können jeden Wert selbst nachprüfen.

Wie wir die Daten erfassen

Wir arbeiten mit einer dreistufigen Pipeline und benennen offen, dass dabei Software und KI im Einsatz sind:

  1. Automatisiertes Sammeln. Ein Crawler ruft die Veröffentlichungen der Versorger ab. Er hält sich an die technischen Regeln der Websites (robots.txt, niedrige Abruffrequenz) und identifiziert sich mit Namen und Kontaktadresse. Jedes Dokument wird mit Quelle, Abrufdatum und Prüfsumme archiviert.
  2. KI-gestützte Extraktion. Die Messwerte aus den Analyseberichten werden von einem KI-Sprachmodell in eine einheitliche Struktur übertragen. Die KI liest ab, sie interpretiert nicht: Werte werden wortgetreu übernommen, inklusive Angaben wie „< 0,001" oder „nicht nachweisbar". Einheiten-Umrechnung und Parameter-Zuordnung erledigt anschließend deterministischer Programmcode, nicht die KI.
  3. Menschliche Prüfung. Kein automatisiertes Verfahren ist fehlerfrei, auch unseres nicht. Deshalb prüfen geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Extraktion: Neue Dokumentlayouts werden anfangs vollständig gegen das Original kontrolliert, auffällige oder unsichere Werte landen in einer Prüf-Warteschlange und werden erst nach Freigabe veröffentlicht.

Qualitätssicherung

Aktualität

Die meisten Versorger veröffentlichen ihre Analysen jährlich, typischerweise im ersten Quartal; einige quartalsweise oder öfter. Wir prüfen die Quellen entsprechend regelmäßig auf neue Ausgaben. Bei jedem Wert sehen Sie den Untersuchungszeitraum bzw. Ausgabestand des zugrunde liegenden Berichts und unser Abrufdatum. Den Ausgabestand entnehmen wir dem Dokumentinhalt selbst, nicht dem Dateinamen oder der Webadresse, denn beide sind in der Praxis oft veraltet.

Grenzwerte zeigen wir versioniert: Wo sich Grenzwerte ändern (etwa PFAS-20 seit 12. Januar 2026, PFAS-4 ab 12. Januar 2028, Blei ab 2028), nennen wir den jeweils geltenden Wert samt Gültigkeitsdatum und Rechtsgrundlage.

Grenzen dieser Daten

Ehrlichkeit gehört zur Methodik. Diese Punkte sollten Sie kennen:

Lizenzen und Quellenangaben

Wer hinter dem Portal steht

maunawai.info ist ein Angebot der Maunawai International AG. MAUNAWAI stellt Wasserfilter her. Damit dieses Interesse die Darstellung nicht verzerrt, gelten hier feste Regeln: keine Produktwerbung im Datenbereich, keine Kaufempfehlungen aus Messwerten, und die ehrliche Gesamteinordnung vorweg: Deutsches Leitungswasser gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln, weit über 99 % aller Proben halten die Grenzwerte ein. Dieses Portal existiert, weil die veröffentlichten Daten schwer auffindbar sind, nicht, weil das Wasser schlecht wäre.

Fragen zur Methodik: kontakt@maunawai.info